Why Racism Is NOT an Opinion #AsianXenophobia



Ich möchte heute über ein Thema sprechen, dass mich in den letzten Wochen zutiefst beschäftigt und enttäuscht hat: Xenophobie und Rassismus, insbesondere gegenüber Asien.

Seit Beginn der Pandemie wird der asiatischen Community die Schuld an Covid-19 zugeschrieben, obwohl diese im Vergleich zu Deutschland deutlich schneller wieder in die Normalität zurückkehren konnten. Ein Zahlenbeispiel: In New York gab es einen Anstieg von 897% in asiatisch-amerikanischer Hasskriminalität in einer Zeit, in der wenige Menschen draußen waren. Das muss man sich erstmal vorstellen...


Aber dieses Problem geht viel weiter zurück, denn bereits seit Jahrzehnten haben Menschen mit asiatischem Hintergrund täglich mit Rassismus, Gewalt und Ausgrenzung zu kämpfen. Diese Form von Xenophobie und Diskriminierung durch ignorante Sprache und Beleidigungen durch öffentliche Personen auf der ganzen Welt dürfen nicht unbeachtet bleiben. Rassismus ist ein Alltagsproblem, über das wir mehr sprechen müssen! Ich persönlich befinde mich in einer privilegierten Position (weiße Hautfarbe und deutsch) und habe wahrscheinlich nicht solche Erfahrungen mit Rassismus gemacht um es zu 100% nachvollziehen zu können. Aber und das ist der Punkt, ich habe die Möglichkeit mich zu informieren, meine Stimme zu nutzen und Betroffenen weiterzuhelfen. Ganz gleich was für eine Reichweite man auf Social Media oder im privaten Umfeld hat, wenn wir darüber sprechen, die Vielfalt der Menschen akzeptieren und unser eigenes Handeln reflektieren, dann können wir viel verändern.


Insbesondere in den letzten Wochen kamen einige Ereignisse zusammen, die mich wirklich wachgerüttelt haben. Beginnend mit dem Radiosprecher von Matthias Matuschik von Bayern 3, der in seiner Sendung die koreanische Band BTS mit dem SARS Virus vergleicht. Nicht nur diese Aussage, sondern seine gesamte Wortwahl sind eindeutig rassistisch und leider nicht ein Einzelfall. Vergleicht man nun aber die Reaktion der deutschen Medien mit der BLM-Bewegung aus dem Jahr 2020, bei der sich alle möglichen Influencer*innen und Journalist*innen mit dem Thema auseinandergesetzt und Beiträge geteilt haben, passiert hier signifikant wenig und wird fast schon ignoriert.


 

Mich enttäuscht es zutiefst zu sehen, dass die meisten wahrscheinlich durch den Fall mit BTS einfach nur denken, dass diese (wie es der Spiegel so schön gesagt hat) "kollektive Aktionskultur der Kpop Fans" nur nach Aufmerksamkeit und Identitätsgefühl streben. Als Teil dieser Community kann ich klar sagen: Genau das Gegenteil ist der Fall! Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, dass die deutschen Medien endlich auf die Problematik dieses Problems aufmerksam werden, Recherche betreiben und letzendlich etwas unternehmen. 

Auch noch tagelangen Anstrengungen und Informationsrecherche (für die sehr viele Personen ihre Zeit opfern) um Hashtags wie #GermanMedia_Racism und #Bayern3_Racism in den Twitter Trends zu halten, sodass mehr Menschen erreicht werden, passierte nichts. Die Mehrheit schweigt und Personen, die rassistische Aussagen an die Öffentlichkeit bringen, sehen keine Konsequenzen oder Einsicht. Genau deshalb möchte ich zusätzlich zu den Highlights, die ich als Informationsquelle auf Instagram geteilt habe, diese Plattform nutzen, um mehr Personen aufzuklären und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich einfach informieren zu können.


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