Die vergangenen Ereignisse haben nicht nur für reichlich Aufruhr, Unfälle, Verletzte, Flug-und Bahnausfälle gesorgt, sondern geben auch ein klares Zeichen an die Gesellschaft: Wegschauen bringt nichts mehr!
Als ich vor einigen Wochen wegen dem Sturmtief Sabine Zuhause saß und wegen dem tobenden Sturm und Zugausfällen nicht zur Arbeit gehen konnte, kreisten meine Gedanken mal wieder um das Thema Zukunft und wie diese bei den zunehmenden Wetterextremen aussehen wird. Nehmen wir doch ein weiteres Beispiel, dass uns gleich zu Beginn des neuen Jahrzehnts direkt mit negativen Nachrichten überall auf der Welt beschäftigt und mitgenommen hat. Die Buschbrände in Australien. Auch wenn ich selbst das Glück habe, in Deutschland zu leben, wo diese Form der Zerstörung noch nicht ihren Lauf genommen hat, bin ich dennoch gedanklich bei all den Opfern, die innerhalb kürzester Zeit ihre ganze Existenz, Familie oder Freunde verloren haben.
Ob im Fernsehen, Internet oder Alltag - die Wahrheit konfrontiert uns täglich. Was wir sehen, nimmt uns vielleicht in genau diesem Moment emotional mit, wird aber innerhalb kürzester Zeit wieder aus dem Gedächtnis verband. Doch genau dieses Verhalten bringt uns nicht weiter. Auch ich habe mir natürlich in meiner Kindheit keine großen Gedanken über die Zukunft, Umwelt und Klimawandel gemacht, da es einfach "wichtigere" Dinge in meinem Leben gab. Heute weiß ich um einiges mehr Bescheid über das, was aktuell in der Welt passiert - wenn auch nur oberflächlich, denn alles zu wissen, ist schlichtweg unmöglich und manchmal vielleicht auch besser so.
Ich denke zurück an den Winter, den ersten Schnee im Jahr, Schlittenfahren mit den Freunden und natürlich mein Geburtstag, da ich ein Dezemberkind bin. Umso mehr bestürzt es mich, dass wir wohl bald keinen Schnee mehr haben könnten. Im Vergleich zu den vergangenen Wintern von vor zehn Jahren, grenzt es nahezu an ein Wunder, wenn wir im Jahr 2020 echte Schneeflocken bewundern können. Was jetzt wie eine überspitzte Utopie klingen mag, kann in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten zur bitteren Wahrheit werden. Ob ich meinen Kindern später erzählen werde, was echter Schnee im Vergleich zu Kunstschnee ist, steht in den Sternen, ist aber im Hinblick auf den Klimawandel nicht auszuschließen.
Die Liste ist endlos und ich könnte hier nun ewig die unterschiedlichsten Utopien und Erinnerungen an die Vergangenheit aufzählen, aber das bringt uns auch nicht weiter. Die tägliche Konfrontation mit den Folgen unseres Handelns sollte uns nicht nur Angst einjagen, sondern auch bewirken, dass wir unsere Hoffnungen einer langlebigen Welt in die Tat umsetzen. Ich bin kein klassifizierter Ratgeber oder Vorbild im Punkt Nachhaltigkeit, aber in den letzten Jahren haben sich bei mir und wahrscheinlich auch bei vielen anderen jungen Menschen viel verändert. Ich arbeite täglich daran bewusster mit meinen Mitmenschen und der Umwelt umzugehen. Was kann ich also als Einzelner tun, um etwas zu verändern?
Was kann ich tun?
- bewusst konsumieren (Elektronik, Nahrungsmittel (weniger Fleisch, Plastik, regional/saisonal, nachhaltige Kleidung etc.)
- öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder laufen
- Wiederverwertung (Resteessen, Second-Hand kaufen, Reperatur)
- Selbermachen #doityourself (z.B. Scrunchies oder Stoffbeutel)
- Meinung öffentlich kundtun und engagieren (z.B. bei #FridaysForFuture oder im eigenen Umfeld/Stadt/Gemeinde)
- Ecosia statt Google nutzen und Bäume pflanzen
Gibt es noch Hoffnung? - die Antwort lautet...
Ja! Auch wenn die Medien und Zeitungsartikel uns sagen, dass gerade alles buchstäblich den Bach runterläuft und die Erde dem Untergang geweiht ist, wenn wir so weitermachen wie bisher, besteht dennoch Hoffnung. Davon bin ich fest überzeugt. Wenn wir unser egoistisches Denken ablegen und anerkennen, dass unser Handeln nicht nur unsere eigenes Leben, sondern auch das Leben vieler anderer Menschen in Zukunft betrifft, können wir etwas verändern. Jeder kleine Schritt mag im ersten Moment vielleicht nicht wie eine bahnbrechende Veränderung der Welt wirken, doch wenn man das Gesamtbild sieht und somit jeder Einzelne von uns einen kleinen Schritt in die richtige Richtung geht, wird sich innerhalb kürzester Zeit vieles zum Positiven verändern. Und ich bin mir sicher, wenn ich sage, dass jeder einen gewissen Teil zum großen Ganzen beitragen kann, unabhängig von den persönlichen, finanziellen oder ethnischen Hintergründen. Was ich mir immer dabei denke und ins Gedächtnis rufe - wenn nicht JETZT, wann dann?Empfehlungen und Inspiration
- Wie geht man mit Weltschmerz um? - Podcast Licht aus, Kopf an (Marie Johnson)
- Plastikfasten in der Fastenzeit 2020 #verpackungsfasten (Mehr als Grünzeug)
- Ich habe Klima-Angst #ecoanxiety (Mehr als Grünzeug)
- Was ist Fair Fashion? (Anna-Laura Kummer)




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